Sonntag, 9. November 2014

Der erste Schnee

Hallo ihr lieben ,

Sry aber ich hatte mehr zu tun in der letzten zeit als je gedacht.
Naja ich habe mir einige Gedanken gemacht ,
Ich möchte euch eine Geschichte vorstellen, die ich selbst geschrieben habe und die immer noch nicht ganz fertig ist . Es ist eine Liebesgeschichte oder Moment! Es soll noch eine werden ....
Ihr könnt sie ja mal lesen und sagen was ihr davon haltet.

Der erste Schnee

Es ist kalt . Ich ziehe die mittlerweile löchrige Mütze noch tiefer ins Gesicht und zerre am schal so das beides ein klein bisschen mehr von meinem Gesicht vor dem eisigen Dezember Wind schützen . Aber es nützt nichts meine Nase wird einfach nicht warm . Ich bleibe stehen und schaue mich um . Ich sehe die heruntergekommen Häuser , all den Dreck und vereinzelt Leichen die am Straßenrand liegen , meistens sind es alte Menschen oder Kinder . Und ich sehe die reichen feinen Damen in ihren Pelz Mänteln die ihre Kinder schnell weiter schieben und nur einen angeekelten blick auf die kleinen Kinderleichen werfen . Na klar so etwas passt nicht in ihre reiche Welt , also ignorieren sie das Elend was es in dieser Straße , in dieser Stadt gibt . Sie ignorieren die Leichen die nackt vor ihnen liegen, da man sich um ihre Kleider prügelt . Stopp ! Ich zwinge mich weiter zu gehen , ich spüre wie sich die Kälte in meine Gliedmaße schleicht und ich spüre das ich wütend werde . Wütend auf die reichen Leute die uns helfen könnten , es aber nicht tun und uns so lieber beim Sterben zu sehen . Und darauf das ich meine Familie nicht retten konnte . Meine Eltern starben im Sommer bei einem Brand. Ihre Schneiderei fing Feuer und sie konnten nicht mehr rettet werden . Ich und meine beiden kleinen Schwester standen vor den Trümmern unsere Familie . Man muss da zu wissen das wir eine recht wohlhabende Familie waren . Und jetzt da unser Haus und damit unser kompletter Besitz abgebrannt waren standen wir auf der Straße . Wir wussten nicht wohin also blieb uns nichts anders übrig als auf der Straße zu leben . Wir betteln und nachts schliefen wir in verlassen Häusern wo es windgeschützt und Tag noch angenehm warm war . Dann wurde es kälter . Die jüngste von uns drein Viola bekam eine schlimme Lungenentzündung und starb nach vielen gequälten Wochen in meinen Armen . Und dann war da noch Olvia sie starb 5 Wochen später ebenfalls an einer Lungenentzündung . Nun war ich allein . Ich war eine Waise . Doch nun dachte ich mir ist es nicht mehr so schwer zu überleben . Ich streunte durch die Straßen , bettelte und riss mich genauso um die Klamotten der toten wie die andern . Dafür musste ich meinen Inneren Schweinehund überwinden , denn ich war es nicht gewohnt die Sachen von anderen Leuten an zuziehen noch dazu von toten .Aber jeder noch so kleine Stofffetzen wärmte mich . Doch das schlimmste ist -finde ich wenn du die reichen Leuten in ihren dicken Pelzmänteln und ihren vollen Körben siehst . Du den Duft von frischen warmen Brot riechst und du ganz genau weist das du nicht einen kleinen Krümel davon bekommst . Aber ich schlug mich durch . Ich nahm viele Kilos ab und dann brach der harte Winter an . Es schneite viele Tage lang einfach ununterbrochen und als es aufhörte lag auf der Straße eine gut 50cm hohe Schnee Schicht . Ich hatte diese Tage in einem verlassenden Haus ausgeharrt , wo ich ein paar warme Felle und Decken gefunden hatte und meine Wenigen erbettelten Lebensmittel versteckt hielt . Es war nicht viel aber es windgeschützt , trocken und dank der Felle und decken einigermaßen warm . Umso schlimmer war der Weg nach draußen ich watetet durch den Schnee und sah die Leichen in den unterschiedlichsten Posen auf der Straße liegen . Sie alle hatten es nicht geschafft . Alte , Frauen , Männer aber auch Kinder und das machte mir am meisten zu schaffen . Diese Kleinen Kinder dort liegen zu sehen erinnert mich immer wieder daran wie meine Schwestern nacheinander in meinen Armen starben . Wie ich ihnen über ihr weiches Haar streichelte , ihnen das Lieblingslied unser Mutter vor sang und ich merke wie langsam das Leben aus ihnen wich . Sie drücken meine Hand bis zum letzten Moment und ich ließ sie erst los wenn ich spürte wie sich der Griff lockerte und der kleine Körper in meinem Arm langsam kalt wurde .
Meine Augen brennen und schnell wische ich mir die tränen aus dem Gesicht . Nicht zurück denken sagte ich mir , immer an die Zukunft denken . Also was brauche ich ? Ich muss mir etwas zu essen besorgen !
Ich ging durch die Straßen und fand mal hier ein altes Stück Brot oder auch dort aber mehr nicht . Alles war unter der decke von Schnee begraben . Ich fluchte laut und die Leute um mich herum schauten mich an , schnell senkte ich den Kopf und ging weiter . Ich lief viele stunden und merkte das mein Hunger immer schlimmer wurde , aber es gab nichts weit und breit nur eine hohe Schicht voller Schnee . Ich dachte mir ich könne ja den Schnee wenigsten trinken , aber er war nicht mehr weiß sondern hatte sie größtenteils braun gefärbt . Irgendwann merkte ich , das ich nicht mehr laufen konnte und ich handelte mit mir aus das ich dort ein paar Minuten pause mache . Ich lehne mich an eine Hauswand, ließ mich langsam in dem Schnee rutschen und schloss die Augen . Ich merkte wie kraftlos ich war und muss eingeschlafen sein , denn ich wurde davon wach das mich jemand leicht an der Schulter schüttelte . Ich war verwirrt . Wer war das ? Was wollte er von mir ? Schließlich übermannte meine Neugier . Ich öffnetet langsam meine Augen und sah vor mir einen kleinen runden Mann in einem Schwarzen Mantel und einem gleichfarbigen Hut auf dem Kopf, mit einer kleinen runden Brille auf der Nase die sobald der er sich bückte nach vorne rutschte . Er stellte sich als Dr. Edelbrecht vor und sagte das er Arzt sei und ich solle doch mit rein kommen , dann würde ich etwas zum auftauen bekommen .Im ersten Moment schrillten die Alarmglocken in meinem Kopf aber dann dachte ich mir das ich eh schon so gut wie Tot bin und was hatte ich denn noch zu verlieren also versuchte ich langsam aufzustehen . Es klappte nicht , mein Körper war steif vom sitzen in der Kälte und in meinem Kopf drehte sich alles . Dr. Edelbrecht stütze mich und mit seiner Hilfe schaffte ich es in sein Haus . Er erklärte mir das er oben wohne und er unten seine Praxis hat . Im Haus war es wunderschön warm , er führt mich nach oben und dort erwartete mich eine Bank an einem riesigem Ofen. Und sie schien nur darauf zuwarten das ich dort nieder legte . Ich setzte mich auf die Bank und sofort spürte ich dieses wundervolle Gefühl der Wärme das mich so lange schon nicht mehr besucht hatte . Dr. Edelbrecht brachte mir trockne Kleidung , decken , Kissen und machte mir einen Tee. Ich dankte ihm und er zog sich in sein Arbeitszimmer zurück. Ich schlief sofort vor dem Ofen ein und wachte davon auf das ich Hunger bekam . Wie ich später feststellte habe ich fast 2 Tage durch geschlafen . Ich fühlte mich einfach sicher . Denn wenn du auf der Straße schläfst , lebst du in der angst das du am anderen Morgen nicht wieder aufwachst . Entweder du stirbst in der Kälte oder dir wird mitten in der Nacht die Kehle mit einem dreckigem Messer durchgeschnitten , nur weil du noch ein paar nicht komplett löchrige Kleidungsstücke hast . Oder einen trocken Schlafplatz mir ein paar alten muffigen decken hast .


Ich weiß recht düster , das alles , aber es wird noch ne liebes Geschichte .

Also Fortsetzung folgt …



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